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Treffen in Konstanz

Das hat schon etwas von einem Ritt über den Bodensee, wenn sich ein kleines Dutzend Netzartistinnen und Browserkünstler für ein Wochenende zusammenfindet und sich den Kopf darüber zerbricht, was das eigentlich ist: Netzliteratur, Kunst mit den Mitteln des Internet. Man kennt sich natürlich schon seit langem - aber oft nur als digitale Reflexe, nicht als Menschen mit Temperament und Tick, plötzlich zum Anfassen nahe. Und da stehen sie also auf einmal im Raum, nicht auf geheimnisvolle Weise aus dem Monitor gebeamt, sondern ganz gewöhnlich mit dem Zug oder dem Wagen angereist. Jedenfalls schwört Dirk Schröder Stein und Bein, er hätte den einen oder anderen selbst am Zug abgeholt, da wird es schon stimmen. Alles sehr verwirrend.

Sicherheitshalber fand der Ritt über den Bodensee daher auf einem Ausflugsdampfer statt, bei mäßig schlechtem Wetter, helle Wolken von der einen und dunkle Wolken von der anderen Seite, am Abend gab es Gewitter. Auf dem Schiff fand sich keine Steckdose, nicht für Strom und nicht für TCP/IP. Große Erleichterung also, daß die Reise später am Bildschirmarbeitsplatz von Dirk Schröder fortgesetzt werden konnte: Endlich festen Boden unter den Füßen.




Vor der Kapitänskajüte:
Martina Kieninger erklärt
den Tango und was er mit
Richard Wagner zu tun hat





Till Schröder (Rückenansicht) hat genug von dem Gerede und wendet sich seinem Vater zu - manchmal braucht der Mensch keinen Abstand.





Reinhold Grether, der die Webkultur philosophierend begleitet, freut sich: Er hat ein neues Argument entdeckt, und Flußkiesel gibt es anscheinend auch.





Arnold Schiller muß sich keine Gedanken machen, was er bald schreiben wird, denn er hat ja zu Hause einen Geist an der Schreibmaschine.





Dirk Schröder mag es gar nicht glauben, was sich da auf seinem Monitor abspielt: Auf schwindelerregenden Bahnen führt der öffentliche Nahverkehr von Riven die Inseltouristen von Geheimnis zu Geheimnis - Erzählung ohne Worte.








Claudia Klinger mustert die Versammlung kritischen Blickes vom Heck her - manchmal braucht der Mensch etwas Abstand.





Oliver Gassner hält Ausschau
nach neuen Rezensenten für
carpe librum und begegnet unerwartet einem Sonnenstrahl.





juh, alias Jan Ulrich Hasecke, guckt nicht nach Flußkieseln, sondern denkt darüber nach, was er über das Treffen am See in sein Sudelbuch schreiben soll.





Olivia Adler führt die Webliteraten ins Nirwana und verrät, daß ihre dreidimensionalen Räume nicht auf der Silicon Graphics, sondern mit einem Discount-Proggi von Data Becker entstehen. Mensch muß sich nur zu helfen wissen!
 

 


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